Es gibt Tage, die weit mehr sind als ein offizieller Festakt. Tage, an denen spürbar wird, was eine Schulgemeinschaft ausmacht: Zusammenhalt, gegenseitige Wertschätzung und das gemeinsame Engagement für Kinder. Ein solcher Tag war der 26. Juni 2026 an der Gerhart-Hauptmann-Schule Freiburg. Mit einer ebenso kreativen wie emotionalen Feier wurde Stefanie Maier offiziell in ihr Amt als Schulleiterin eingeführt.
Bereits beim Betreten der festlich geschmückten Turnhalle war zu spüren, dass dieser Vormittag etwas Besonderes werden würde. Schülerinnen und Schüler eröffneten die Feier musikalisch, bevor die Lehrkräfte Karolin Stigler und Johannes Stang die zahlreichen Gäste herzlich begrüßten. Unter ihnen befanden sich Vertreterinnen des Amts für Schule und Bildung, des Staatlichen Schulamts Freiburg, Schulleitungen zahlreicher Freiburger Schulen, Eltern, Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, Familie und Freunde sowie das gesamte Kollegium, die Mitarbeitenden der Schulkindbetreuung und viele Schülerinnen und Schüler.
Mit viel Charme führten die beiden Moderatoren durch das Programm und griffen dabei einen Gedanken auf, den Stefanie Maier selbst seit vielen Jahren bei jeder Einschulungsfeier an die neuen Erstklässler richtet: „Was wird dich da wohl erwarten?“ Diesmal war die Frage an sie selbst gerichtet. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten – sie erwartete eine Feier voller Überraschungen, großer Wertschätzung und vieler Menschen, die ihr an diesem Tag ihre Verbundenheit zeigen wollten.
Eine „Amtseinschulung“ voller Herz und Humor
Der gesamte Festakt stand unter dem liebevoll entwickelten Motto einer „Amtseinschulung“. Was normalerweise die neuen Erstklässler erleben, durfte diesmal die frisch ernannte Schulleiterin selbst erfahren: eine große Schultüte, ein symbolischer Stundenplan, Unterrichtsstunden, ein Zeugnis, der Gang durch das Blumentor und natürlich der traditionelle GHS-Song.
Mit viel Kreativität, Humor und zahlreichen persönlichen Anspielungen gestaltete das Kollegium einen Vormittag, der nicht nur für viele Lacher sorgte, sondern vor allem eines deutlich machte: Diese Feier war Ausdruck großer Dankbarkeit und echter Wertschätzung.
Anerkennung für außergewöhnliches Engagement
In ihren Grußworten würdigten Frau Geiß vom Amt für Schule und Bildung, Frau Roth vom Staatlichen Schulamt Freiburg sowie Frau Kieber als geschäftsführende Schulleiterin der Freiburger Grundschulen den beruflichen Weg von Stefanie Maier.
Frau Geiß beschrieb ihre Arbeit anhand der vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft. Sie erinnerte an die zahlreichen Herausforderungen der vergangenen Jahre – von Bau- und Sanierungsmaßnahmen über Wasserschäden bis hin zur Digitalisierung und Schulentwicklung – und hob besonders ihre Bodenständigkeit, ihren langen Atem und ihr außergewöhnliches Organisationstalent hervor. Gleichzeitig würdigte sie das große Engagement der Schule im Bereich der Schwimmausbildung und überreichte augenzwinkernd ein Notizbuch im Leoparden-Design – passend zu Stefanie Maiers bekanntem Faible für Leopardenmuster.
Frau Roth betonte, dass dieser Tag weit mehr sei als eine formale Amtseinführung. Vielmehr werde ein Weg gewürdigt, den Stefanie Maier bereits seit Jahren mit großem Engagement, hoher fachlicher Kompetenz und beeindruckender Menschlichkeit gehe. Sie hob ihre pädagogische Haltung hervor, ihre Fähigkeit, Schule mit Weitblick weiterzuentwickeln, Kinder in ihrer Individualität wahrzunehmen und eine Kultur des Vertrauens, der Offenheit und der Zusammenarbeit zu schaffen. Gerade während der umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten habe sie bewiesen, mit welcher Ruhe, Belastbarkeit und Lösungsorientierung sie eine Schule führen könne.
Mit viel Humor blickte Frau Kieber auf die lange Zeit der kommissarischen Schulleitung zurück. Für die Schulgemeinschaft, so ihre Worte, sei Stefanie Maier längst die Schulleiterin gewesen – lediglich die offizielle Ernennung habe ungewöhnlich lange auf sich warten lassen. Sie beschrieb die vielfältigen Aufgaben einer modernen Schulleitung – von Pädagogik über Krisenmanagement bis hin zum Gebäudemanagement – und würdigte Stefanie Maier als geschätzte Kollegin, die Klarheit, Pragmatismus und Herzlichkeit vereine.
Eine Schule sagt Danke
Wie sehr Stefanie Maier von der gesamten Schulgemeinschaft geschätzt wird, zeigten auch die weiteren Beiträge.
Für den Förderverein sprach Frau Kipp, die zugleich als Mutter ihre ganz persönliche Sicht schilderte. Sie berichtete von der vertrauensvollen Zusammenarbeit, von zahlreichen gemeinsamen Projekten und davon, dass bei allen Ideen stets die Kinder im Mittelpunkt stünden. Besonders bewegend waren ihre Worte als Mutter: Es sei ein gutes Gefühl, die eigenen Kinder jeden Morgen in eine Schule zu schicken, die mit so viel Herz geführt werde und in der Kinder und Eltern gleichermaßen gesehen und ernst genommen würden.
Auch Frau Paul, Schulleiterin der Karlschule, sorgte mit einem humorvollen Beitrag für viele Lacher. In einer kleinen Spielsituation fragte sie augenzwinkernd nach weiteren Räumen, gemeinsamen Projekten und Unterstützung – und erhielt, wie so oft, ein spontanes „Ja“. Hinter dem humorvollen Dialog verbarg sich eine ernste Botschaft: Die Zusammenarbeit zwischen beiden Schulen sei geprägt von Vertrauen, Hilfsbereitschaft und großer Kollegialität. Als Zeichen ihrer Wertschätzung überreichte sie eine handgefertigte Karte sowie weitere liebevoll ausgewählte Geschenke.
Den emotionalen Höhepunkt bildete schließlich die Rede von Stefanie Maier selbst.
Sichtlich bewegt bedankte sie sich zunächst für die große Wertschätzung und bekannte, dass sie angesichts des Programms beinahe sprachlos sei. Das alles erfülle sie vor allem mit einem Gefühl: Dankbarkeit.
Sie erzählte von einer Frage, die ihr im Bewerbungsverfahren gestellt worden war: Warum möchten Sie Schulleiterin der Gerhart-Hauptmann-Schule werden?
„Nach diesem Programm“, sagte sie lächelnd, „muss ich diese Frage eigentlich niemandem mehr beantworten.“
Mit großer Überzeugung beschrieb sie, was die Gerhart-Hauptmann-Schule für sie ausmacht: ein Kollegium, in dem Engagement keine Ausnahme, sondern Alltag sei; Mitarbeitende der Schulkindbetreuung und Schulsozialarbeit mit riesigem Herzen; Schülerinnen und Schüler voller Neugier und Ideen sowie eine engagierte Elternschaft, mit der ein offener und vertrauensvoller Austausch gelebt werde.
„Für mich ist es einfach die tollste und beste Schule auf der ganzen Welt“, sagte sie – ein Satz, der in der Turnhalle mit großem Applaus aufgenommen wurde.
Anschließend dankte sie den vielen Menschen, die sie in den vergangenen Jahren begleitet haben: dem Staatlichen Schulamt und dem Amt für Schule und Bildung, ihren Schulleitungskolleginnen und -kollegen, ihrer Sekretärin Marion Spothelfer, der Leitung der Schulkindbetreuung, der Schulsozialarbeit sowie ihrer Familie und ihren engsten Wegbegleitern.
Den Schlusspunkt ihrer Rede setzte sie mit einem Gedanken, der den Geist der gesamten Feier auf den Punkt brachte:
„Schule gelingt nicht, weil eine Person im Schulleitungsbüro sitzt und alles kann, sondern weil viele Menschen vieles können. Und wenn wir zusammenarbeiten, dann können wir Großes schaffen.“
Ein Fest, das in Erinnerung bleibt
Mit dem traditionellen Gang durch das Blumentor, einem bunten Konfettiregen, dem GHS-Song und einem gemeinsamen Imbiss klang die Feier aus.
Was an diesem Vormittag sichtbar wurde, war weit mehr als eine offizielle Amtseinführung. Es war ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie eng die Schulgemeinschaft der Gerhart-Hauptmann-Schule zusammensteht und wie groß die Wertschätzung für ihre Schulleiterin ist.
Die Gerhart-Hauptmann-Schule gratuliert Stefanie Maier herzlich zur offiziellen Amtseinführung und freut sich darauf, gemeinsam mit ihr die Zukunft der Schule weiter zu gestalten.


